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Berlin wächst - Nutzungskonkurrenzen nehmen zu

Gewerbe oder Wohnen? - Experten sprechen sich für ausgewogene Entwicklung aus

Die große Mehrheit der von uns befragten Experten (81 %) sind der Ansicht, dass die wachsenden Stadt mehr Platz sowohl für Wohnen wie auch für Gewerbe benötigt.  Gleichzeitig heben Sie die Bedeutung von Industrie und Handwerk für die Stadt hervor, die ebenfalls 81 % der Befragten für "sehr wichtig" halten.

Nutzungskonkurrenz durch Wohnen - Die Verdrängung ist feststellbar

Das Problem der zunehmenden Nähe von Wohnen und Gewerbe halten zwei Drittel der befragten Experten (66,7 %) für groß oder sehr groß. Immerhin jeder dritte Befragte (34,8 %) kann auf eigene Erfahrungen zurückgreifen und kennt mehrere Fälle, in denen Berliner Unternehmen aufgrund heranrückender Wohnbebauung aus Gewerbegebieten verdrängt wurden. Und offenkundig beeinflusst dies auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. So kennt knapp die Hälfte der Befragten (43,4 %) zumindest einen, meistens aber mehrere Betriebe, die aufgrund der bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit Verdrängungsbefürchtungen von geplanten Investitionen absahen.

Beispiel Herzbergstraße: Das Gewerbegebiet Herzbergstraße ist ein innerstädtischer Produktionsstandort, in dem Wohnen und produzierende Unternehmen historisch bedingt sehr dicht nebeneinander ansässig sind. Zwar gab es bislang noch keine gravierenden negativen Konsequenzen. Die ansässigen Betriebe befürchten allerdings, dass sich dies ändern könnte, sofern neue Wohnungen in unmittelbarer Nähe des Gebietes genehmigt werden.

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